|
|
||||||
|
Geschichte und Wirtschaft KolumbiensKolumbien verfügt über eine demokratische Regierung und eine florierende Wirtschaft. Es liegt auf dem Weg von Süd- nach Nordamerika und ist das einzige südamerikanische Land mit Zugang zum Pazifik und zum karibischen Meer! Doch trotz der Öffnung zu zwei Ozeanen, liegen die Wirtschaftszentren in den Anden und Bogotá. BevölkerungDie Bevölkerung (42 Millionen Menschen) setzt sich wie folgt zusammen:
75% der Bevölkerung lebt in den Städten. Die wirtschaftlichen Zentren bilden Medellin, Cali und Bogotá. WirtschaftDie kolumbianische Wirtschaft ist vielfältig:
Im Dienstleistungssektor werden über 60 % des Bruttoinlandprodukts produziert. Bis in die jüngste Vergangenheit wuchs die kolumbianische Wirtschaft
noch um 4%. Dies hat die Kluft zwischen Arm und Reich jedoch nicht verringert.
Guerillaorganisationen In den 60iger Jahren entstanden folgende Guerillaorganisationen: Kriege Dabei kam es zu mehreren Kriegen: Drogenhandel, Gewalt und ErpressungenKolumbien produziert und exportiert weltweit die größten Mengen Kokain. Außerdem werden Heroin und Marihuana hergestellt. Ein Teil der Erträge aus dem Drogenhandel (1-4% des BIP) werden reinvestiert im Pharma-, Dienstleistungs- und Immobiliensektor. Den Drogenhandel kontrollierten ursprünglich die Drogenkartelle aus Cali und Medellin, die von den geographischen Gegebenheiten des Landes profitierten. Die Karibik ist traditionelles Schmuggelgebiet. Es befindet sich auf halben Weg zwischen den Kokabauern und den Konsumenten in den USA. Auch der Weg zu den Geldwäschern in Panama und zu den Steuerparadiesen in den westindischen Inseln ist nicht weit. Inzwischen tragen auch die Guerillabewegungen intensiv zum Drogenhandel bei. In den 80iger Jahren boten sie den Kokabauern ihren Schutz an. In den 90iger Jahren fungierten sie als Zwischenhändler zwischen Produzenten und Händlern. Sie kassierten dafür Gebühren, um ihren Kampf zu finanzieren. Heute kontrollieren die Rebellen oft selbst den Drogenhandel. Außerdem wird der Kampf mit Erpressung und Entführung von Ausländern und bekannten Persönlichkeiten finanziert. Im Februar 2002 wurde die Präsidentschafts-Kandidatin Ingrid Betancourt entführt und bis heute nicht frei gelassen. Auf die Gewalt und die daraus entstehende Unsicherheit reagieren zwei Akteure: Der kolumbianische Staat reagiert mit Repression und militärischen Mitteln. Er überließ der FARC 1998 eine 42.000 m2 große entmilitarisierte Zone, die aber bald zu einem befestigten Lager wurde. Im Jahr 2002 wurden die Gespräche zwischen FARC und der Regierung abgebrochen. Auch die Paramilitärs reagieren auf die Ohnmacht des Staates. Sie wurden von Unternehmern und Großgrundbesitzern gegründet, die die Erpressungen durch die Guerillas nicht ertragen konnten. Ihre Aktivität führte jedoch zu noch mehr Gewalt. Heutzutage finanzieren sie sich auch durch Drogenhandel, Gewalt und Erpressungen. In dieser Situation erarbeitete die kolumbianische Regierung zusammen mit den USA den Plan Colombia. Es handelt sich um ein Militär- und Finanzhilfeprogramm zur Bekämpfung des Drogenhandels (ein Großteil der Drogen wird in den Vereinigten Staaten konsumiert). Die USA sollen bereits über mehrere Stützpunkte in der Region verfügen: El Salvador, Honduras, Ecuador, Guantanamo auf Kuba und Curacao. Ihre wirtschaftlichen Interessen sollen geschützt werden, wie die Ölpipeline von Cano-Limon im Nord-Osten des Landes. Mehr Informationen:>>> Auf dem Weg in den Bürgerkrieg |
| © 2000-2005 Intercambio - Solidarität mit Kolumbien e.V. - Impressum |