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Casa Cultural El Chontaduro, Cali (Kolumbien):

Aufruf zur Solidarität in Zeiten der Corona-Krise




Casa Cultural El Chontaduro Coronahilfe ein Erfolgserlebnis
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Vizenta berichtet über das Erfolgserlebnis der Coronahilfe, bei der mit Hilfe von Intercambio e.V, und Spendern aus Deutschland Familien aus dem Distrito de Aguablanca in Cali, Kolumbien gefördert worden sind. Die roten Fahnen an den Familienhäusern bedeuten "Hilfe, wir haben nicht mehr zu essen". Das Kulturzentrum El Chontaduro unterstützt diese Familien nicht nur mit Lebensmitteln für den täglichen Bedarf, sondern auch mit psychologischer und kultureller Begleitung.

Wir sind aufgrund der Situation der Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise in engem Kontakt mit dem Team des Chontaduro. Wie hier, musste auch das Kulutrzentrum seine Tätigkeiten einstellen. Die Equipe hat aber sofort Überlegungen gemacht, wie sie den besonders bedürftigen Familien in dieser schwierigen Zeit beistehen können. Daraus ist dieser Aufruf entstanden.

Der Verein Intercambio Münster – Solidarität mit Kolumbien hat beschlossen, der Team €2000,- als Soforthilfe zur Verfügung zu stellen und einen Beitrag von bis zu €4000,-- falls notwendig – zuzusichern.

Aus diesem Grund versenden wir diesen speziellen Spendenaufruf und bitten um Unterstützung auf das Konto:

DKM Münster

IBAN: DE94 4006 0265 0016 9551 66

BIC: GENODEM1DKM


Diese Zeit erinnert uns an die Worte des Denkers und Pädagogen Paolo Freire: «Niemand befreit jemanden, und niemand befreit sich allein. Die Personen befreien sich gegenseitig.»

Der Osten der Stadt Cali, ein verarmtes und vernachlässigtes Wohngebiet von Cali, in dem mittlerweile über 2.000.000 Menschen leben. Hier zeigt sich die Verletzbarkeit gegenüber der Krise, welche heute die gesamte Menschheit aufgrund der Ausbreitung des COVID 19 Virus erlebt, besonders krass.

Als Team vom Kulturzentrum El Chontaduro verstehen wir die Bedeutung der Einhaltung der Massnahmen zur sozialen Isolierung zum Schutz der Bevölkerung. Wir wissen aber auch, dass die soziale Ungleichheit in einem grossen Teil der Familien – dies zeigt sich in der Schwierigkeit des Zugangs zum Gesundheitssystem, zu menschenwürdigen Wohnungen, zu geregelter Arbeit, zur Basisgrundversorgung und zu Basisdienstleistungen im Bereich Kommunikation und Information – dazu führt, dass diese Massnahmen nicht eingehalten werden können. Die Familien hängen von den Einkünften aus Gelegenheitsarbeiten im informellen Bereich ab. Dazu kommt die ungenügende Versorgung mit den Mitteln der Grundversorgung durch die Behörden, was dazu führt, dass sich viele Personen gezwungen sehen, ihre Häuser zu verlassen, um ein tägliches Einkommen zu erwirtschaften.

Viele Familien, Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und Betagte sind derzeit existenziell gefährdet, haben keine Lebensmittel. Vieler dieser Familien sind aktiv Teilnehmende bei den Angeboten des Kulturzentrums.

Für diese Familien haben wir eine Versorgung mit Basislebensmitteln, Hygieneartikeln und eine psycho-soziale Betreuung organisiert. Derzeit versuchen wir, ca. 70 Familien so zu begleiten.

Deshalb bitten wir euch um eure Unterstützung in dieser Notlage. Mit den Mitgliedern vom Verein Intercambio sind wir im engen Kontakt. Eure finanzielle Unterstützung erreicht auf diesem Weg die notleidenden Familien direkt.

Mit einem immensen Dank für Ihre und Eure Hilfe, die Equipe des Chontaduro!!!






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